Ich bin …

… geboren am 30. Dezember 1979 in Kassel. Mein Vater ist Lehrer an der Schule meiner Heimatstadt Herborn im Lahn-Dill-Kreis. Meine Mutter ist Einzelhandelskauffrau. Ich habe eine sieben Jahre jüngere Schwester und das große Glück, der „Onkel“ ihrer drei Kinder zu sein. Meine Familie ist einerseits von gleich mehreren Generationen Lehrer*innen und andererseits von Handwerkern, die zudem in den Bereichen Feuerwehr und Polizei tätig waren, geprägt.

Ich bin, wie man es nennt „Volljurist“. Nach dem Abitur am Johanneum Gymnasium in Herborn leistete ich Zivildienst in einer Einrichtung für psychische und körperliche Erkrankungen und ging anschließend zum Studium an die Uni in Passau, wo ich beide Staatsexamina der Rechtswissenschaften ablegte.

Als junger Jurist habe ich 2008 beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband), http://www.dehoga.de, meine erste Tätigkeit nach dem Studium aufgenommen. Seit dem ich 16 Jahre alt bin habe ich in der Gastronomie „gejobbt“, viel und in verschiedensten Bereichen: Hotel, Service im Restaurant, Catering und nächtens als Barkeeper. Es war für mich eine Schule des Lebens.

Ich bin mit meinem Mann, mit dem ich seit zehn Jahren zusammenlebe, seit über sechs Jahren verpartnert und wohne mit ihm in Wiesbaden.

Seit 2009 bin ich als Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gastronomieverbandes DEHOGA Hessen, http://www.dehoga-hessen.de, in der Hessischen Landeshauptstadt tätig. Ich arbeite mit einem 25köpfigen Team in ganz Hessen zusammen mit unseren gewählten Vorständen für das klein- und mittelständisch geprägte Gastgewerbe in unserem Bundesland. Ich arbeite mit und für Menschen, mit Persönlichkeiten mit Ecken, Kanten und Herz in einer Branche, mit der jeder etwas Persönliches verbindet und die sich durch eine reiche Vielfalt auszeichnet.

Warum Stadtpolitik?

Ich lebe seit über 11 Jahren in Wiesbaden. Aus der kleinen mittelhessischen Stadt Herborn kommend, habe ich viele Jahre im niederbayerischen Passau studiert und gejobbt und schließlich in Berlin angefangen zu arbeiten. Und ich gebe zu, es hat mich Zeit gekostet, Wiesbaden mein „Zuhause“ zu nennen. Dafür ist es das jetzt umso mehr.

Doch es geht vielen meiner Freunde und Bekannten so: wir diskutieren viel, es wird auch ordentlich geschimpft; mal darüber, wie schmutzig die Straßen sind, dass selbst Berlin weniger Schlaglöcher hat; der Einzelhandel sei niedergegangen, die Fußgängerzone nicht attraktiv und neue Gastronomiekonzepte sind entweder Systemketten oder hätten auf Dauer keine Chance …

Dabei entdecke ich jeden Monat immer neue Projekte in unserer Stadt. Je mehr Menschen ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, desto mehr bin ich überzeugter Wiesbadener geworden. Hier geht was!

Und das ist es: ich bin sicher, dass alle im Stadtparlament, aber auch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den städtischen Ämtern genauso wie die Dezernate ein scharfes Auge für all das haben, worüber wir gelegentlich meckern. Genauso sicher bin ich, wenn die Mittel für alles ohne Weiteres da wären, dann wär‘ vieles leichter. Dennoch habe ich für mich entschieden: besser als nur zu schimpfen und noch besser als sich nur über das Gute zu freuen ist Mitzureden, ja, wenn möglich sogar anzupacken. Das kann schon durch Verstehen und dann Kommunizieren vielfach geschehen. Dass dies nicht einfach ist, haben wir zuletzt bei der Entscheidung um die City Bahn erlebt, die beinahe die Wiesbadener gespaltet hätte. Das ist nicht der gute Weg.

In der Stadtverordnetenversammlung möchte ich zuhören, nachfragen, diskutieren, anregen, und zwar als verantwortungsbewusster Mitbürger. Und ich möchte dazu mit Euch in einem dauerhaften Austausch stehen. Mein Ziel: einen belastbaren Beitrag für unser Gemeinwohl, für unser Zusammenleben leisten.

Es geht um Zusammenarbeit für uns als Mitbürger:innen in Wiesbaden, um eine lebenswerte Heimat für Alle und um die großen Zukunftsthemen, die wir gemeinsam vor Ort und im „Kleinen“ entscheiden: Mobilität, Umweltschutz, Integration, Kultur und nachhaltige Wirtschaftskraft .

Warum CDU?

Weshalb gerade die CDU, und dann auch noch in einer Zeit, in der Frust und Geduld für viele aus der Waage geraten, Menschen das Gefühl haben, in ihren Freiheit über Gebühr eingeschränkt zu werden, die Wirtschaft, vor allem unsere Unternehmen vor Ort, massiv leidet?

Als wir nach den letzten heißen Sommern immer öfter Nachrichten über die Wasserknappheit in den umliegenden Regionen sehen mussten, spätestens da ist uns sicher klar gewesen, dass die Auswirkungen des Klimawandels realer sind als wir hofften. Unser Klima und damit unser Beitrag für den Schutz unserer Umwelt und der Ökosysteme waren das beherrschende und bedrückende Thema. Und dann kam die Corona-Krise. Sie und alle mit ihr im Zusammenhang stehenden Maßnahmen dominieren seitdem unseren Alltag.

Ich glaube, dass wir den großen Herausforderungen unserer Zeit mit einem stabilen Wertegeländer begegnen können. Ich meine, ohne gemeinsame Werte, besteht die große Gefahr, dass wir als Gesellschaft auseinanderfallen. Ich bin in ganz „normalen“ Familienverhältnissen groß geworden. „Normal“ bedeutet dabei vor allem, dass die Familie, auch und trotz der Scheidung meiner Eltern, was für meine Generation nichts Ungewöhnliches ist, meine „Wiege“ und mein „Anker“ ist. Und ohne vieles überhaupt konkret auszusprechen, sind meine Schwester und ich wie eigentlich alle unsere Freunde, begleitet von ein paar ganz grundsätzlichen Vorstellungen aufgewachsen:

Respekt vor den anderen, Nächstenliebe, Aufrichtigkeit – Ihr findet andere, ähnliche, vielleicht bessere Worte dafür…

Es spielt meines Erachtens keine Rolle, an welchen Gott jemand glaubt oder eben nicht, welche Muttersprache gesprochen wird oder wen wir lieben und wen nicht. Entscheidend ist, dass wir Grundwerte eines respekt- und würdevollen Zusammenlebens als gemeinsame Basis teilen. Damit lassen sich nicht nur Probleme bewältigen, sondern auch Herkulesaufgaben stemmen. Als Gemeinschaft. Die CDU bildet für mich die Breite und Vielfalt unserer Gesellschaft ab, gerade hier in Wiesbaden. Ihre Vielstimmigkeit und die Buntheit der Persönlichkeiten ist ein echter Querschnitt durch unsere Stadtgesellschaft. Deswegen finde ich mich hier unverstellt wieder. Nicht nach dem Motto: „Easy, alle denken und sind wie ich – läuft.“ O nein, ganz im Gegenteil: Die Bereicherung liegt gerade in den Unterschieden und in der Kultur mit ihnen umzugehen. Doch unsere werteorientierte Ausgangslage, die ist gleich.

Ich würde mich selbst eigentlich nicht als „konservativ“ beschreiben. Doch im Wortsinne bin ich das. Es geht uns allen darum, das zu schützen, was wir lieben. Es geht uns immer auch darum, dass es allen besser geht. Stichwort Klimawandel: Unseren Lebensraum, unsere Umwelt zu schützen, zu erhalten und zu bewahren, das ist im Wortsinne konservativ, und dafür setze ich mich ein. Und ich glaube an die wirtschaftliche Kraft des so verstandenen „Konservativen“. Ich meine, das beginnt vor unserer eigenen Haustür, in unserem eigenen täglichen Handeln.

À propos „wirtschaftliche Kraft“ … Unsere Stadt lebt davon, dass sich ideenreiche und risikobereite Unternehmer:innen und Gründer:innen eine wirtschaftliche Existenz aufbauen, die auf lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe setzt. Ob Handwerksbetriebe, Einzelhandel, Floristen, Gastronomie und Hotels sowie schließlich auch die Kultureinrichtungen – sie alle prägen mit ihrem persönlichen Einsatz das Bild unserer Stadt. Deshalb ist es für uns alle gut und wichtig, dass sie alle denkbare Unterstützung auch seitens der Behörden der Stadt erhalten. So war es z. B. richtig, dass die Stadt der Gastronomie als sie nach dem ersten Lockdown wieder öffnen durfte, großzügig Außenflächen zur Verfügung stellte. Das bringt Lebendigkeit und Sicherheit auf Flächen, die sonst so nicht genutzt wurden.

Es gibt das Wort darüber, dass wenn man etwas bewahren möchte, man sich anpassen, ggf. auch feste Positionen aufgeben muss. Genau darum geht es: ein Ziel zu erreichen durch gemeinsame Lösungsfindung, und dazu gehören Offenheit für neue Ideen genauso wie ein fester Grund auf dem man steht. Dieser Grund ist für mich ein werteorientiertes gesellschaftliches Miteinander.

Deswegen CDU.